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Samstag den 24.4.2010- Endlich war es soweit: Die Aktions- und Menschenkette konnte sich formieren. Mit dabei: Wir, die Grüne Jugend Goslar. Gemeinsam mit Alt-Grünen, Linken, einigen (3) Mitgliedern von Linksjugend ’solid und natürlich mit unabhängigen Privatpersonen machten wir uns im Bus auf den Weg einfach mal abzuschalten. Natürlich nicht wie ein Bild-Leser seinen Geist sondern den Atomstrom.;)
Zuvor hatten wir unseren Bus natürlich stilgerecht mit Plakaten und Fahnen ausgestaltet. Auf dem ersten Rastplatz nahmen wir dann einen Sympathisanten der GJ auf, der das Pech hatte, zunächst im SPD-Bus mitgefahren zu sein.;)
Unterwegs kam man dann mit den anderen politischen Gruppierungen in Kontakt, insbesondere mit der Linksjugend ’solid. Dabei mussten wir feststellen ,dass wir mit dem Igel das coolere Logo, die cooleren Fahnen haben, das coolere Ökoprofil sowieso. Nachdem die Alt-Grünen jedoch grüne Kreide verteilt hatten (rückwirkend betrachtet eine schlechte Idee), machten wir die Linksjugend kurzerhand etwas „grüner“, zumindest äusserlich. Auch das Austeilen der Trillerpfeifen (um bei der Demo einen durchgehenden Pfiff von Krümmel nach Brunsbüttel verwirklichen zu können) erwies sich als unbedachte Idee, ein Grüne Jugend Mitglied pfiff einmal lautstark während der Busfahrt, worauf besagte Person ärgerliche und verständnisslose Blicke zu spüren bekam.

Nach 4 1/2 Stunden Fahrtzeit war es dann so weit: wir konnten das AKW Brokdorf sehen. So gegen 13 Uhr angekommen bot sich uns ein ernüchterndes Bild, es schien von Anfang an fraglich ob wir die Kette an unserem Abschnitt würden schliessen können.
Da wir noch Zeit hatten genossen wir noch ein wenig die Sonne, eine Mitreisende hatte es sich in den Kopf gesetzt, unbedingt eines der Schafe die sich auf dem Damm befanden streichen zu müssen. Gemeinerweiseschienen die Schafe ihr nicht recht zu trauen und entfernten sich recht zügig wenn sie sich näherte. Ähnlich verhielt es sich mit uns und der Grünen Jugend Göttingen. Diese etwas Zahlreichere Gruppierung verwirrten wir, indem wir uns gerade entfernten und zu unserer übrigen Gruppe gesellten als sie gerade auf uns zukam und uns in ein Gespräch verwickeln wollte. Die Göttinger waren dementsprechend auch einigermassen irritiert und wir bekamen sie während der restlichen Demo nicht wieder zu Gesicht.

Als dann zur Menschenkette gerufen wurde, fiel uns eine Gruppe links neben unangenehm auf, die anscheinend motivierter waren weiterhin die Sonne zu geniessen als sich in die Kette einzureihen. Recht schnell wurde uns leider klar, dass links neben uns300 meter Kette fehlten, obwohl wir schon unseren gesamten Vorrat an Platzhaltern einsetzten. Das war recht ärgerlich, da es schon am Mittwoch zuvor feststand dass es an unserem Streckenabschnitt eng werden würde. Da sich die Menschen in Hamburg dafür schon gegenseitig schön auf die Füße traten, fragte man sich warum es eigentlich nicht möglich gewesen war einen Bus mit Menschen aus Hamburg zu uns zu verfrachten. Nach ca. einer halben Stunde löste sich die Kette dann wieder auf und wir begaben uns zur Abschlussveranstaltung nach Brokdorf. Auf dem Weg dorthin trafen wir auf die Grüne Jugend Braunschweig die und freundlcih begrüßte und mit der wir uns ein wenig unterhielten. Um 17:00 Uhr wurde es dann Zeit für uns den Bus zu besteigen. Während der Fahrt wurden uns Teilnehmerzalhlen von über 120000 mitgeteilt, tatsächlich waren es aber „nur“ 100000. Damit war die Demonstration immer noch die bisher größte ihrer Art.
Waren wir auf der Hinfahrt noch euphorisch, machte sich nun Müdigkeit breit. In unserer Lethargie bemalten wir nun wieder die Linksjugend (sie uns aber auch!) und dösten ansonsten vor uns hin. Zurück in Goslar löste sich die örtliche Anti-AKW-Bewegung recht zügig auf, was blieb war ein deutliches energiepolitisches Zeichen vor der Wahl in Nordrhein-Westphalen und die Gewissheit, dass die Anti-AKW-Bewegung zu alter Größe und Vitalität zurückgefunden hat.

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