Bildung für alle und jedeN
Schulen müssen der Vielfalt der Menschen gerecht werden. Ausgrenzung und Bildungshürden für Kinder aus armen Familien oder deren Eltern nicht in Deutschland geboren sind, wollen wir verhindern. Die Lernmittelfreiheit muss wieder eingeführt werden.
Gemeinsam zur Schule
Individueller Unterricht und Lernberatung ermöglichen, dass jedeR nach eigenen Interessen und Geschwindigkeit lernt und trotzdem keineR den Anschluss verliert.
Schulen als Begegnungstätten im Stadtteil
Schulen sollen Treffpunkte im Stadtteil und Ort von kostenloser Freizeitgestaltung, Kunst, Musik und Sport sein.
Alle gestalten mit!
Alle an einer Schule lebenden und lernenden Menschen gestalten diese mit. Wie? Durch basisdemokratische Abstimmungen, ein Schulparlament und vielseitige Beteiligungsformen.
Gute Bildung muss bezahlt werden
Wir fordern die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und eine Erhöhung der Erbschafts- und Einkommenssteuer, damit mehr Geld an die Schulen fließen kann.
Vorbild Finnland
Nach dem neusten internationalen Leistungsvergleich der Schulsysteme im Rahmen der PISA-Studie 2006 ist Finnland erneut Spitzenreiter. Das finnische Schulsystem setzt auf eine gemeinsame Ganztagsschule für alle, kleine Klassengrößen, individuelle Betreuung und eine weitgehende Autonomie der Schulen. Davon profitieren sowohl leistungsschwächere, aber vor allem auch leistungsstärkere SchülerInnen. Das deutsche Bildungssystem ist laut PISA weiterhin nur mittelmäßig. Dafür hängt in keiner anderen Industrienation der Bildungserfolg so stark vom Geldbeutel der Eltern ab. Diese soziale Auslese liegt vor allem an der Unterfinanzierung des Bildungssystems, der zunehmenden Ökonomisierung der Bildung (z.B. durch Studiengebühren) und dem unsozialen, gegliederten Schulsystem.
Kinderarmut
2007 lebten rund 200.000 Kinder in Niedersachsen in Armut. Während 10% der Menschen in der Deutschland fast 50% des Vermögens besitzen, wächst jedes sechste Kind in Armut auf. Kinder aus armen Familien wachsen mit stark verminderten Chancen auf: Sie sind häufiger krank, übergewichtig und verfügen praktisch über keinerlei Erfahrungen mit Ausflügen, Reisen oder kulturellen Veranstaltungen. Arme Kinder gehen zum Teil hungrig in die Schulen und können Mittagessensangebote in der Schule nicht bezahlen. Die Armut dieser Kinder wird durch das unsoziale, gegliederte Schulsystem und zu geringe Sozialleistungen verfestigt.